Gentechnikfreie Landwirtschaft

Als zertifiziert ökologisch arbeitende Organisation garantieren wir Saatgut frei von Gentechnik. Dieser hohe Qualitätsstandard war schon in den 1990er Jahren bedroht und konnte verteidigt werden.

Nun können in der EU in Kürze gentechnische veränderte Nahrungsmittel auf den Tisch kommen und das sogar ohne Kennzeichnung!
Durch das Gen-ethische Netzwerk e.V. gibt es hier > https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/januar-2026/mail-aktion-neue-gentechnik-braucht-regulierung < eine Mitmach-Aktion und Informationen.

Gut aufbereitete Informationen gibt es bei der IG Saatgut – Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit https://www.ig-saatgut.de/aktuell/< von der auch der folgende Text stammt:

Das EU-Recht enthält zwei wichtige Regelungen zum Schutz gentechnikfreier Saatgutarbeit. Zum einen muss Saatgut, das zum Anbau in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Organismen enthält, als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden. Zudem gilt die Nulltoleranz: Saatgut, das mit nicht in der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen verunreinigt ist, darf nicht in den Verkehr gebracht werden; wird eine solche Verunreinigung entdeckt, muss das betroffene Saatgut aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Umsetzung dieser Regeln ist zentral – auch im Umgang mit den neuen gentechnischen Verfahren. Denn akzeptieren wir beim Saatgut und damit am Anfang der Kette der Lebensmittelerzeugung Verunreinigungen mit Gentechnik, können wir eine gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung nicht aufrechterhalten. Ob wir uns eine gentechnikfreie Saatgutarbeit bewahren, hat zudem Einfluss auf die Strukturen unserer Pflanzenzüchtung, Saatguterzeugung und Landwirtschaft. Ohne gentechnikfreies Saatgut kann es weder eine unabhängige bäuerliche Saatgutarbeit noch eine ökologische Pflanzenzüchtung geben. Diese sind jedoch wichtige Bausteine der dringend erforderlichen Um- und Neustrukturierung unserer Ernährungssysteme.